{"id":436,"date":"2011-05-05T09:20:28","date_gmt":"2011-05-05T09:20:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/?p=436"},"modified":"2011-05-07T12:17:37","modified_gmt":"2011-05-07T12:17:37","slug":"experten-sonar-wellen-konnen-tintenfische-schadigen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/2011\/05\/experten-sonar-wellen-konnen-tintenfische-schadigen\/","title":{"rendered":"Experten: Sonar-Wellen k\u00f6nnen Tintenfische sch\u00e4digen"},"content":{"rendered":"<p>Als ein Riesentintenfisch vor etwas einer Dekade tot in Spanien gefunden wurde, vermuteten Wissenschaftler, dass die starken Sonar-Pulse von Schiffen der Grund daf\u00fcr sein k\u00f6nnte. Nun scheint es daf\u00fcr Beweise zu geben.<\/p>\n<p>Eine neue Studie fand heraus, dass von Menschen erzeugte Niederfrequenzwellen, Tintenfischen und anderen Kopf-F\u00fc\u00dflern Schaden zuf\u00fcgen k\u00f6nnen. Somit trifft das Problem nicht mehr nur Wale und andere Meeres-S\u00e4uger.<\/p>\n<p>Die L\u00e4rmbel\u00e4stigung im Ozean hat also einen weit gr\u00f6\u00dferen Effekt auf marines Leben als bisher angenommen, sagte der Leiter der Studie Michel Andr\u00e9 von der technischen Universit\u00e4t Katalonien. Man wisse bereits, dass der L\u00e4rm im Ozean eine massive Auswirkung auf Delfine und Wale hat. Allerdings zeige diese Studie, dass noch viele weitere Meeresbewohner von Ger\u00e4uschen abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Is das R\u00e4tsel des Riesentintenfisch somit gel\u00f6st?<\/p>\n<p>Anfang 2000 wurden die \u00dcberreste eine Riesentintenfisch an Spaniesn K\u00fcste gefunden. Der K\u00f6rper wurde kurz nach Sound-Experimenten an Land gesp\u00fclt. Die Wissenschaftler untersuchten den Tintenfisch und fanden unter anderem gezerrte Muskeln und andere Verletzungen. Damals konnten die Wissenschaftler nicht beweisen, dass diese Niederfrequenzwellen der Ausl\u00f6ser daf\u00fcr sein k\u00f6nnten.<\/p>\n\n    <div id=\"map1\" style=\"width:580px;height:400px;\"><\/div>\n\t\n    \n\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\n\t\tvar latlng = new google.maps.LatLng(43.452919, -5.482178);\n\t\tvar myOptions = {\n\t\t\tzoom: 7,\n\t\t\tcenter: latlng,\n\t\t\tscrollwheel: true,\n\t\t\tscaleControl: false,\n\t\t\tdisableDefaultUI: false,\n\t\t\tmapTypeId: google.maps.MapTypeId.SATELLITE\n\t\t};\n\t\tvar map1 = new google.maps.Map(document.getElementById(\"map1\"),\n\t\tmyOptions);\n\t\t<\/script>\n<p>Mit den Ergebnissen der neuesten Studie habe man nun den Beweis. Insgsamt hat man 87 verschiedene Kopff\u00fc\u00dfler, darunter Tintenfische, Oktopus und Sepia mit Schallwellen zwischen 157 und 175 Dezibel beschossen. Die Frequenz betrug zwischen 50 und 400 Hertz.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler entschlossen sich f\u00fcr diese Werte, weil dies normalerweise dem von Menschen produzierten L\u00e4rm unter Wasser entspricht. Hierbei kann es sich um milit\u00e4rische Tests, Suche nach \u00d6lquellen oder Naturgas handeln.<\/p>\n<p>Nach der Beschallung wurden die Tiere entweder sofort oder mit einer Verz\u00f6gerung von bis zu 96 Stunden get\u00f6tet. Die sofort get\u00f6teten Kopf-F\u00fc\u00dfler wiesen Sch\u00e4den im Gewebe auf. Spezielle Zellen helfen den Kopf-F\u00fc\u00dflern die Balance zu halten und dienen der Vorw\u00e4rts-Bewegung. Funktionieren diese Mechnismen nicht mehr, ist das Wesen sozusagen behindert.<\/p>\n<p>Die Tiere, die l\u00e4nger am Leben gehalten wurden, zeigten noch weitere Sch\u00e4den, wie sichtbare L\u00f6cher im Gewebe auf. Somit sei das der Beweis, dass der Schaden mit der zeit zunimmt. Das sei auch ein typisches Sympton auf L\u00e4rm f\u00fcr an Land lebende S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel, sagte Andr\u00e9. In ihren letzten Atemz\u00fcgen konnten sich die Kopf-F\u00fc\u00dfler zwar noch ein bisschen bewegen, aber Schwimmen, Essen oder Paaren sei nicht mehr m\u00f6glich gewesen, f\u00fcgte der Wissenschaftler an.<\/p>\n<p>Eine andere Gruppe von fast 100 Tieren wurden nicht mit dem L\u00e4rm beschossen. Sie blieben gesund und erfreuen sich bester Natur. Beide Gruppen wurden vor den Tests im gleichen Aquarium gehalten. Somit wollte man ausschlie0\u00dfen, dass das Ergebnis durch anderweitige Einfl\u00fcsse verf\u00e4lscht wird.<\/p>\n<p>Auch wenn die getesteten Kopf-F\u00fc\u00dfler, also die Verwandten des Riesentintenfisch, wesentlich kleiner sind, gebe es keinen Grund, warum der L\u00e4rm den Giganten nicht sch\u00e4digen soll.<\/p>\n<p>Allerdings seien die Sch\u00e4den an dem gefundenen Riesentintenfisch etwas anders gewesen. Dies k\u00f6nne man auf die verschiedenen Schallquellen au\u00dferhalb des Test-Labors zur\u00fcckf\u00fchren.<\/p>\n<p>Man vermutet, dass der Riese entweder durch eine direkte Schallwelle oder durch den L\u00e4rm mit der Zeit verendet ist. Der Schall k\u00f6nnte Desorientierung verursacht haben. Wenn ein Riesentintenfisch pl\u00f6tzlich von der Tiefe Richtung Oberfl\u00e4che kommt, k\u00f6nnte ihn der Temperaturunterschied t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Michael Vecchione von U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) ist sich allerdings nicht so sicher. Auch wenn die Studie eindeutige Hinweise liefere, um eine Alarmbereitschaft auszurufen, bed\u00fcrfe es jedoch noch weiterer Beweise. Allerdings gab er zu, dass sich die damaligen Vermutungen mit der jetzigen Studie decke. Somit k\u00f6nnte der Riesenkalmar tats\u00e4chlich Schallwellen zum Opfer gefallen sein, f\u00fcgte Vecchione an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ein Riesentintenfisch vor etwas einer Dekade tot in Spanien gefunden wurde, vermuteten Wissenschaftler, dass die starken Sonar-Pulse von Schiffen der Grund daf\u00fcr sein k\u00f6nnte. Nun scheint es daf\u00fcr Beweise zu geben. Eine neue Studie fand heraus, dass von Menschen erzeugte Niederfrequenzwellen, Tintenfischen und anderen Kopf-F\u00fc\u00dflern Schaden zuf\u00fcgen k\u00f6nnen. 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