{"id":549,"date":"2009-11-25T09:58:40","date_gmt":"2009-11-25T09:58:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/?p=549"},"modified":"2011-05-08T10:00:12","modified_gmt":"2011-05-08T10:00:12","slug":"schillerlocken-neuer-lebensmittelskandal-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/2009\/11\/schillerlocken-neuer-lebensmittelskandal-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Schillerlocken: Neuer lebensmittelskandal in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" style=\"float: left; margin-top: 3px; margin-right: 10px; margin-bottom: 10px;\" title=\"Schillerlocken\" src=\"http:\/\/www.dive-hive.com\/picture_news\/teaser\/press\/Schillerlocke-Sharkproject.jpg\" alt=\"Schillerlocken\" width=\"400\" height=\"267\" \/>In Deutschland scheint sich laut SharkProject.org ein neuer Lebensmittelskandal anzubahnen. Die Organisation ver\u00f6ffentlichte eine Studie zum Methylquecksilbergehalt in der deutschen Spezialit\u00e4t Schillerlocke. In \u00fcber 30 Prozent der Sitchproben fand man stark \u00fcberh\u00f6hte Werte des extrem giftigen Methylquecksilbers.<\/p>\n<p>Laut eigener Aussage habe man vor zirka einer Woche alle gro\u00dfen Lebensmittelh\u00e4ndler per Einschreiben \u00fcber die Ergebnisse informiert, um eine Stellungnahme und sofortigen Verkaufsstop gebeten. Mit Ausnahme von FEGRO\/SELGROS, die vorsorglich die Produkte aus dem Sortiment genommen haben, habe kein anderer H\u00e4ndler reagiert. Lediglich EDEKA S\u00fcdwest habe sich telefonisch gemeldet und versprochen, zu agieren. SharkProject.org wirft den Konzernen vor, wissentlich eine Vergiftung ihrer Kunden in Kauf zu nehmen. Mit Unkenntnis k\u00f6nne sich nun keiner mehr herausreden.<\/p>\n<p>Im Vorfeld der Diskussion gab es allerdings auch positive Reaktionen. Im Interesse der Verbraucher und der \u00d6kologie haben unter anderem KADEWE, kaufland, Handelshof und Kaufmarkt die gef\u00e4hrliche Fisch-Delikatesse aus den Regalen genommen. Sie sind damit einer Reihe anderer Unternehmen gefolgt, die aus eigener Verantwortung auf Schillerlocken verzichten. Dazu geh\u00f6ren LIDL, Tegut, Tengelmann und die deutschen Filialen der Nordsee-Fischspezialit\u00e4ten GmbH. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf <a title=\"stop-sales.com\" href=\"http:\/\/www.stop-sales.com\" target=\"_blank\">Stop-Sales.com<\/a>.<\/p>\n<p>SharkProject.org pr\u00fcft derzeit im Interesse des Verbraucherschutzes rechtliche Schritte gegen die Europ\u00e4ische Union und deren l\u00fcckenhafte Vorschriften zur Lebensmittelkontrolle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier ist die offizielle Pressemitteilung:<\/p>\n<p>Offenbach, 25.11.2009: In Deutschland bahnt sich ein neuer Lebensmittel-Skandal an. Nach einer Untersuchung der internationalen Umweltschutzorganisation <a title=\"Sharkproject.org\" href=\"http:\/\/www.sharkproject.org\" target=\"_blank\">Sharkproject<\/a> mit Sitz in Offenbach wird der gesetzlich zugelassene Grenzwert f\u00fcr das giftige Quecksilber in rund jeder dritten Probe der Fischdelikatesse Schillerlocke \u00fcberschritten. Demnach wurden Spitzenwerte von \u00fcber 2,0 Milligramm pro Kilo gemessen, zugelassen sind laut EU jedoch f\u00fcr Haie nur 1,0 Milligramm. Bei den so genannten Schillerlocken handelt es sich um die Bauchlappen der gef\u00e4hrdeten Haiart Dornhai.<\/p>\n<p>Sharkproject hatte von August bis Oktober in Deutschland und \u00d6sterreich 70 Proben von Schillerlocken eingekauft und an die \u00d6sterreichische Agentur f\u00fcr Gesundheit und Ern\u00e4hrungssicherheit GmbH in Wien geschickt, um sie auf ihren Quecksilbergehalt hin untersuchen zu lassen. Nach den <a title=\"Toxologisches Gutachten\" href=\"http:\/\/www.sharkproject.org\/Content.Node\/news_foren\/Toxikologisches-Gutachten.pdf\" target=\"_blank\">Ergebnissen der Agentur<\/a> (PDF) wurde der Grenzwert in 22 der Proben \u00fcberschritten, das entspricht 31,4 Prozent. Wie Studien (1) belegen, liegen bei Dornhaien 99% des Gesamtquecksilbers in Form von Methylquecksilber vor.<\/p>\n<p>&#8222;Methylquecksilber\u201c ist einer der giftigsten Stoffe, die wir in der Toxikologie \u00fcberhaupt kennen&#8220;, kommentierte der Toxikologe Hermann Kruse von der Universit\u00e4t Kiel die Ergebnisse der Untersuchung (2). Nach Angaben des Wissenschaftlers sch\u00e4digt das Gift das Nervensystem, vor allem Kinder seien anf\u00e4llig. Bei Ungeborenen k\u00f6nne es zu Missbildungen und Hirnsch\u00e4den f\u00fchren (3). Zudem klassifizierte die Krebsforschungsorganisation der Weltgesundheitsorganisation (IARC) Methylquecksilber als einen m\u00f6glichen Krebserreger beim Menschen (Gruppe 2B) (4).<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben den Handel mehrfach darauf hingewiesen, dass Schillerlocken ein hohes Ma\u00df an diesem giftigen Stoff enthalten k\u00f6nnen. Unsere Untersuchung hat das nun erneut best\u00e4tigt.<br \/>\nMehrere namhafte Unternehmen haben das Produkt l\u00e4ngst aus dem Handel gezogen, andere weigern sich jedoch nach wie vor, hier im Sinne des Verbrauchers zu handeln&#8220;, sagte Dr. med. Andreas Keppeler von Sharkproject. Da die Lebensmittelkontrolle hier offenkundig nicht greife (5), werde die Organisation nun rechtliche Schritte pr\u00fcfen, k\u00fcndigte Keppeler an. Weitere Informationen auf der <a title=\"Sharkproject.org\" href=\"http:\/\/www.sharkproject.org\" target=\"_blank\">Website der Organisation<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">1)\u00a0 Exposition mit Methylquecksilber durch Fischverzehr<br \/>\nForschungskennzahl 705 61 416; Tab.2 , S.20;<br \/>\nDr. R. Kruse, Dr. E. Bartelt; Nieders\u00e4chsisches Landesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Institut f\u00fcr<br \/>\nFische und Fischereierzeugnisse, Cuxhaven Im Auftrag des Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung (BfR) Februar 2008<br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: x-small;\">2) Toxikologisches Statement Dr. H. Kruse Toxikologie der Universit\u00e4tskliniken KIEL zur Schillerlocken<br \/>\nUntersuchungsreihe auf Quecksilber von Sharkproject November 2009 (filedownload www.sharkproject.org) <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">3) Klimawandel bedingte Aufnahme von toxischem Methylquecksilber \u00fcber den Fischkonsum<br \/>\nForschungskennzahl 08 49 745 (Pkt.4.1,4.2, S18,19,20);<br \/>\nEndbericht von Dr. R. Kruse, et al.; Nieders\u00e4chsisches Landesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Institut f\u00fcr Fische und Fischereierzeugnisse, Cuxhaven Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung, Berlin\u00a0 Im Auftrag des Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung Dezember 2008 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">4) <a href=\"http:\/\/monographs.iarc.fr\/ENG\/Monographs\/vol58\/volume58.pdf \" target=\"_blank\">http:\/\/monographs.iarc.fr\/ENG\/Monographs\/vol58\/volume58.pdf <\/a><br \/>\nZitat: S. 17 \u201eOverall evaluation: Methylmercury compounds are possibly carcinogenic to humans (Group 2B).\u201c<br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: x-small;\">5) Lebensmittel-Monitoring 2001; S. 24\u00a0 Zitat:\u201eHai ist hoch mit Quecksilber kontaminiert\u201c<br \/>\nBundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Gemeinsamer Bericht des Bundes und der L\u00e4nder<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland scheint sich laut SharkProject.org ein neuer Lebensmittelskandal anzubahnen. Die Organisation ver\u00f6ffentlichte eine Studie zum Methylquecksilbergehalt in der deutschen Spezialit\u00e4t Schillerlocke. In \u00fcber 30 Prozent der Sitchproben fand man stark \u00fcberh\u00f6hte Werte des extrem giftigen Methylquecksilbers. Laut eigener Aussage habe man vor zirka einer Woche alle gro\u00dfen Lebensmittelh\u00e4ndler per Einschreiben \u00fcber die Ergebnisse informiert, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[37,402,128,188,399,38,401,398,260,400,403],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/549"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=549"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/549\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":550,"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/549\/revisions\/550"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dive-hive.com\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}