Sinai Divers
Heute: Erste Rollenspiele unter Wasser

Tag Drei

Als wir kurz nach 8 Uhr bei Sinai Divers ankommen steigen Peter und Sigrid gerade aus dem Wasser. Sie sind extra Früh aufgestanden, um eine freiwillige Übungsrunde einzulegen. Fleißig, fleißig kann man nur anerkennend sagen.

Heute gibt es zum ersten mal ein kleines Rollenspiel. Nancys Team erkärt zunächst, wie sich das Ganze ablaufen wird. In Theorie klingt alles ganz einfach und einleuchtend - einer ist Tauchlehrer, die anderen agieren als Schüler. Das Spiel soll so realitätsnah wie möglich sein. Jedem werdenden Tauchlehrer weisen die Kursleiter eine Flachwasser-Übung (Schwimmbad oder auch Confined) zu, auf die sie in ihrem Job auch später wieder treffen. Briefing: Jane (Sheena) stellt ihre Übung vor

Das PADI Punktesystem

Jeder Kandidat hält zuerst ein Briefing (Vorbesprechung), demonstriert die Übung im Wasser vor den Tauchschülern, lässt diese die Übung wiederholen und erläutert die Ergebnisse in dem anschließenden "De-Briefing"(Nachbesprechung).

Das hört sich einfacher an, als es ist, denn Nancy und ihr Team werden im Wasser den Tauchschülern absichtlich Fehler zuweisen. Der Tauchlehrer muss nun auf Zack sein und richtig reagieren. Die ganze Übung wird darüber hinaus benotet, wobei 1 die niedrigste und 5 die höchste Punktzahl ist.

Auf dieses Punkte-System treffen die werdenden Tauchlehrer auch in der Abschlussprüfung (IE) wieder. Die Prüfer im IE werden laut den Kursleitern ebenfalls absichtlich Fehler einbauen. Gemein an der Sache ist, dass man sich durch einen Schnitzer leicht eine 1 einfangen kann, auch wenn zum Beispiel das Briefing und De-Briefing exzellent waren. Eine 1 in einer Unterwasser-Demonstration heißt dann leider "durchgefallen".

PADI Punktesystem

Da sich die Gesamt-Note aus drei Teilen zusammensetzt betont Nancy, dass ein gutes Briefing und De-Briefing die Kohlen aus dem Feuer holen können. Selbst wenn man unter Wasser einen kleinen Fehler gemacht hat und dafür mit einer 2 benotet wird, kann man die Übung im Gesamten immer noch bestehen. Nur eine 1 kann nicht ausgeglichen werden. Für die Briefings gibt es von PADI klare Vorgaben. Solange sich die Kandidaten daran halten, kann eigentlich nichts schief gehen. Abwege seien ein kleines Spiel mit dem Feuer. Hugos Einwand, dass man später auch ohne Vorlage arbeitet findet bei Nancys Team Zustimmung. Aber in diesem Kurs gehe es darum, die Kandidaten so zu schulen, wie es der PADI-Prüfer sehen möchte. "Klar wirst Du später Deinen eigenen Stil entwickeln, das ist auch ganz normal", sagt Nancy. "Ich würde Dir aber für die nächsten Tage raten, Dich genau an die Vorgaben zu halten. Du möchtest doch schließlich die Prüfung bestehen, oder?", fragt Nancy lächelnd.

Nachdem alle ihr Briefing vorgetragen haben, geht es ins Wasser. Viktoria kann leider wieder nicht dabei sein. Sie war wegen anhaltender Beschwerden beim Arzt und der hat ihr "drei Tage kein Tauchen" verordnet. Nancy macht ein sehr ernstes Gesicht: "Die Zeit ist knapp und wenn Viktoria nun auch die nächsten drei Tage nicht ins Wasser kann, weiß ich nicht, ob wir das nun noch alles aufholen können".

Erste Rollenspiele

Im Wasser demonstrieren Hendrik und Yasser für die anderen zunächst, wie sich eine Rollenspiel-Übung gestaltet. Danach dürfen die IDC-Kandidaten ihr Glück versuchen. Nancy selbst positioniert sich schnorchelnd im Rücken des momentanen Tauchlehrers. Auf dDie IDC-ler hören zuHendrik gibt letzte Anweisungeniese Weise kann sie den Schülern Anweisungen geben, etwas falsch zu machen ohne vom Tauchlehrer gesehen zu werden. Hier hat Frau Course Director zahlreiche kreative Möglichkeiten. Allerdings verspricht sie im Vorfeld, dass es nur Fehler geben wird, die auch realistisch sind.

Als Beispiel nimmt sie die wichtigste Regel des Tauchens - atme stets und halte niemals die Luft an. Sobald der Atemregler den Mund des Schülers verläst, müssen die Tauchlehrer darauf achten, dass der Student die Atemwege offen hält, indem er konstant ausatmet. Dies ist einfach zu kontrollieren. Kommen keine Blasen aus dem Mund - sind die Atemwege geschlossen. Hier kann es in der Realität durchaus zu kritischen Situationen kommen. Wenn ein Schüler in Panik gerät, die Luft anhält und selbst aus wenigen Metern Tiefe an die Oberfläche schießt, kann er sich eine gefährliche Lungenverletzung zuziehen. Daher müssen die Tauchlehrer hier auf Draht sein.

Die Aufgabe der Kandidaten die in die Rolle des Tauchlehrers geschlüpft sind, besteht darin zu überwachen, dass die Schüler die vorgegebenen Übungen korrekt und komplett durchführen. Als Beispiel soll hier das einminütige Atmen ohne Maske dienen. Führt der Schüler diese Übung nur 30 Sekunden lang durch, wird der Tauchlehrer mit einer 1 bestraft.

Die Kandidaten haben Glück, dass im September das Rote Meer in Dahab lauschige 27 Grad hat. Denn bis jeder fertig ist, verbringen die Taucher gute 90 Minuten im Wasser. Hendrik und Yasser machen sich Notizen zu jedem Einzelnen. Als Nancy aus dem Wasser kommt flüstert sie uns zu: "Vier einsen - puuuh. Aber das ist eine heilsame Schock-Therapie. Ab jetzt werden meine Schäfchen konzentrierter bei der Sache sein."

Giovanna Briefing & Übung mit Peter

Das De-Briefing

Noch wissen die Kandidaten nicht, wie sie sich geschlagen haben. Die Gesamtnote besteht wie schon erwähnt, aus drei Teilen. Nach einer kurzen Pause beginnt der dritte Teil. Hier müssen die werdenden Tauchlehrer berichten, was ihnen unter Wasser aufgefallen ist. Das De-Briefing gegenüber den Tauchschülern soll dabei motivierend und nicht niederschmetternd ausfallen. Nachdem der Einzelne fertig ist, gibt es endlich die Endnote von Yasser, Hendrik oder Nancy. Für das Briefing und das De-Briefing erhalten die Kandidaten durchwegs Lob. Einige erhalten aber trotzdem eine ungeliebte 1. Hauptgrund sind ärgerliche Leichtsinnsfehler. Zum Beispiel hat sich ein Tauchlehrer nicht an die vorgeschriebene Tiefe gehalten. Nancy warnt, dass dies auch ein angewiesener Fehler in der Abschlussprüfung sein kann.


De-Briefing im Pavillon


Nach der Schock-Therapie geht es für den restlichen Tag zurück ins Klassenzimmer. Wir erfahren, dass es morgen in einer Tiefe zwischen sechs und neun Meter geht und eine erste Freiwasser-Übung auf dem Plan steht. Nancy verrät uns, dass sie selbst unter den Schülern sein wird - was auch immer das heißen mag.

Tag 1: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 2: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 3: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 4: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 5: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 6: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 7: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 8: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 9: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 10: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 11: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 12: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 13: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Course Director: Nancy Abd El Wahab

Tauchbasis: Sinai Divers Dahab

(jdo/cat)

Published on: 09/22/2009

Tags: educationidcdahabegyptdive instructor

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