Sinai Divers
Heute: Zuckerbrot und Peitsche

Tag Fünf

"Heute wirds lustig", zwinkern uns die Kursleiter zu. Wir wissen bereits, dass die Tauchlehrer-Ausbilder etwas Pfeffer ins Spiel bringen wollen. Nancy und ihr Team werden gleich bei erneuten Flachwasserübungen noch gemeinere neue Fehler einbauen. "Wir müssen die Kandidaten darauf trainieren, alle möglichen Probleme erkennen und beheben zu können. Alles was schief gehen kann, wird im realen Tauchlehrer-Alltag früher oder später auch passieren.", sagt Nancy. Die Kandidaten tendieren in diesem Abschnitt des Kurses dazu, sich zu sehr auf die Fehler zu konzentrieren, die sie schon kennen. Das muß sich jetzt ändern.

Wechselatmung - Buddy Breathing

Uns wurde nicht zuviel versprochen. Im Wasser geht einiges schief und es hagelt einige ungeliebte 1er. Oftmals liegt es daran, dass die geplagten IDCler von den angewiesenen Problemen so verwirrt werden, dass sie Leichtsinnsfehler machen oder sogar ganz die Kontrolle über die Lage verlieren. Die Kursleiter greifen in solchen Fällen nicht direkt im Wasser ein, sondern machen sich Notizen. Buddybreathing: Lucy & SigridLucys Aufgabe ist es heute Wechselatmung mit nur einem Atemregler (Buddy-Breathing) zu demonstrieren, und danach mit den Schülern durchführen. Zunächst sieht alles noch ganz gut aus. Der jeweils praktizierende Schüler signalisiert Lucy mit einer Geste, dass ihm die Luft ausgegangen ist. Nancys NotizenDaraufhin bietet Lucy ihren primären Atemregler an. Dieser wird dann einem ganz bestimmten Rhythmus folgend zwischen ihr und dem Schüler hin- und her gereicht.

Als Sigrid aber die Anweisung bekommt den Regler, den sie eigentlich teilen sollte nicht zu Lucy zurückzureichen, verliert Lucy den Überblick. Sie verschluckt sich leicht und greift fast panisch nach Sigrids primärem Atemregler. In der Theorie ist Sigrid aber diejenige, der die Luft ausgegangen war, deswegen benötigt sie ja Lucys Luftquelle. Lucy hätte also nach einem Regler gegriffen, der an einem leeren Tank hing. Die Übung ist damit völlig fehl geschlagen und Lucy erwartet leider eine 1. Sigrid erkundigt sich über Handzeichen besorgt, ob bei ihr alles OK ist. Doug schreibt mitLucy nimmt es mit Humor und sagt, dass sie sich im letzten Monat drei Mal bei Wechselatem-Übungen verschluckt hat. "Vielleicht wars gar kein Fehler und ich verschluck mich einfach gerne", witzelt sie.

Die richtige Tiefe

Während des De-Briefings erklärt Peter ein wenig unglücklich, dass bei Übungen an der Oberfläche Fehler sehr schwer zu finden sind. "Ich kann doch nicht gleichzeitig über und unter Wasser sein", sagt er. "Wie soll ich da alle Probleme erkennen?". Hendrik bestätigt ihn: "Man denkt die Oberflächenübungen sind die einfachsten, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Lest Euch den Übungsablauf im Handbuch genau durch und merkt Euch die exakten Anforderung. Peter, Du bist mit Deinem Schüler in flache Wasser geschwommen. Die Übung verlangt aber, dass Du einen ermüdeten Taucher 25 Meter weit ziehst oder schiebst und zwar im Wasser, das zum Stehen zu tief ist. In der Abschlussprüfung wäre es mehr als ärgerlich, wegen so einem Leichtsinnsfehler durchzufallen. Schwimm einfach parallel zum Strand anstatt auf das Ufer zu und das Problem ist gelöst."

Giovanna, Hendrik & Peter bei einer OberflächenübungDie beiden Spanier Hugo und Alvaro haben aus einen ähnlichen Grund auch eine 1 einstecken müssen - sie haben ebenfalls nicht auf die richtige Tiefe geachtet hat. Die Kursleiter betonen noch einmal, dass genau dieser Fehler in der Abschlussprüfung eingeschmuggelt werden kann. Ein Blick auf den Computer vor dem Start der Übung ist daher unbedingt zu empfehlen.

"Eine 1 und eine 5 liegen oft ganz Nahe beisammen", sagt Nancy. "Es ist egal, wie perfekt Du eine Übung vormachst wenn die angeforderte Tiefe nicht stimmt. Aber ich mache mir keine Sorgen. Ihr schlagt Euch alle wacker und es sieht alles sehr vielversprechend aus. Bis zum Ende der Woche haben wir Euch so weit, dass ihr alles erkennen werdet und lösen könnt.", macht Frau Course Director Mut.

AI-Prüfung

Am Nachmittag steht die erste theoretische Prüfung an. Wird diese bestanden, haben die Kandidaten den Status AI (Assistant Instructor) erreicht. Dies gilt aber nur für zehn der werdenden Tauchlehrer, die auch die Wasser-Sitzungen erfolgreich absolviert haben. Wir wollen während der Prüfung natürlich nicht stören, drücken aber Yasser heimlich einen Fotoapparat in die Hand.  AI ExamenGute Nachrichten - alle bestehen die Prüfung. Gerade nach den Dämpfern bei der Unterwasser-Sitzung am Morgen hebt dieses Ergebnis die Stimmung sichtlich. Herzlichen Glückwunsch! Zum Feiern bleibt an diesem Abend allerdings nicht viel Zeit. Morgen geht es zu gewohnter Zeit um 8.30 Uhr weiter.

Es steht ein Workshop auf dem Programm, bei dem die Kursleiter besonders komplexe Übungen mit den IDC-Kandidaten durchexerzieren - unter anderem den CESA. Am Abend steht den IDClern dann ein weiteres Theorie-Examen bevor, dabei wird unter anderem das gefürchtete Fach Physik geprüft.

Tag 1: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 2: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 3: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 4: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 5: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 6: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 7: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 8: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 9: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 10: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 11: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 12: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Tag 13: Wie wird man eigentlich Tauchlehrer?

Course Director: Nancy Abd El Wahab

Tauchbasis: Sinai Divers Dahab

(jdo/cat)

Published on: 09/24/2009

Tags: educationtauchlehreridcdahabägypten

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