Dive-Hive.com: Umwelt

Washington, August 2009 - Neue Studie: Plastikabfälle zersetzen sich doch im Meer

Frei werdende Chemikalien sind besorgniserregend

Die Ergebnisse einer Studie des japanischen Wissenschaftlers Saido von der Nihon Universität alarmiert die Umweltschützer.

water pollutionBisher hatte man angenommen, dass Plastikabfälle, wie Styropor, im Meer zwar unansehnlich aber relativ harmlos sind, Neben der bekannten Gefahr, dass Lebewesen sich im Müll verfangen oder ihn fressen können, gibt es laut der Studie ein weiteres besorgniserregendes Problem: Sie belegt, dass die Kunststoffe nicht wie bisher gedacht stabil bleiben, sondern sich zersetzen und dabei Chemikalien frei werden. Darunter Bisphenol A (BPA) und PS Oligomere, die Einfluss auf den Hormonhaushalt der im Meer lebenden Tiere und damit auf deren Fortpflanzung haben könnten.

Der Autor der Studie, Katsuhiko Saido, sieht in dem sich zersetzenden Plastikmüll im Ozean eine weitere Quelle der globalen Umweltverschmutzung, die auch in Zukunft ein Problem sein wird. Die Studie wurde auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft (ACS) vorgestellt. (uls)