Experten: Sonar-Wellen können Tintenfische schädigen

       

Als ein Riesentintenfisch vor etwas einer Dekade tot in Spanien gefunden wurde, vermuteten Wissenschaftler, dass die starken Sonar-Pulse von Schiffen der Grund dafür sein könnte. Nun scheint es dafür Beweise zu geben.

Eine neue Studie fand heraus, dass von Menschen erzeugte Niederfrequenzwellen, Tintenfischen und anderen Kopf-Füßlern Schaden zufügen können. Somit trifft das Problem nicht mehr nur Wale und andere Meeres-Säuger.

Die Lärmbelästigung im Ozean hat also einen weit größeren Effekt auf marines Leben als bisher angenommen, sagte der Leiter der Studie Michel André von der technischen Universität Katalonien. Man wisse bereits, dass der Lärm im Ozean eine massive Auswirkung auf Delfine und Wale hat. Allerdings zeige diese Studie, dass noch viele weitere Meeresbewohner von Geräuschen abhängig sind.

Is das Rätsel des Riesentintenfisch somit gelöst?

Anfang 2000 wurden die Überreste eine Riesentintenfisch an Spaniesn Küste gefunden. Der Körper wurde kurz nach Sound-Experimenten an Land gespült. Die Wissenschaftler untersuchten den Tintenfisch und fanden unter anderem gezerrte Muskeln und andere Verletzungen. Damals konnten die Wissenschaftler nicht beweisen, dass diese Niederfrequenzwellen der Auslöser dafür sein könnten.

Mit den Ergebnissen der neuesten Studie habe man nun den Beweis. Insgsamt hat man 87 verschiedene Kopffüßler, darunter Tintenfische, Oktopus und Sepia mit Schallwellen zwischen 157 und 175 Dezibel beschossen. Die Frequenz betrug zwischen 50 und 400 Hertz.

Die Wissenschaftler entschlossen sich für diese Werte, weil dies normalerweise dem von Menschen produzierten Lärm unter Wasser entspricht. Hierbei kann es sich um militärische Tests, Suche nach Ölquellen oder Naturgas handeln.

Nach der Beschallung wurden die Tiere entweder sofort oder mit einer Verzögerung von bis zu 96 Stunden getötet. Die sofort getöteten Kopf-Füßler wiesen Schäden im Gewebe auf. Spezielle Zellen helfen den Kopf-Füßlern die Balance zu halten und dienen der Vorwärts-Bewegung. Funktionieren diese Mechnismen nicht mehr, ist das Wesen sozusagen behindert.

Die Tiere, die länger am Leben gehalten wurden, zeigten noch weitere Schäden, wie sichtbare Löcher im Gewebe auf. Somit sei das der Beweis, dass der Schaden mit der zeit zunimmt. Das sei auch ein typisches Sympton auf Lärm für an Land lebende Säugetiere und Vögel, sagte André. In ihren letzten Atemzügen konnten sich die Kopf-Füßler zwar noch ein bisschen bewegen, aber Schwimmen, Essen oder Paaren sei nicht mehr möglich gewesen, fügte der Wissenschaftler an.

Eine andere Gruppe von fast 100 Tieren wurden nicht mit dem Lärm beschossen. Sie blieben gesund und erfreuen sich bester Natur. Beide Gruppen wurden vor den Tests im gleichen Aquarium gehalten. Somit wollte man ausschlie0ßen, dass das Ergebnis durch anderweitige Einflüsse verfälscht wird.

Auch wenn die getesteten Kopf-Füßler, also die Verwandten des Riesentintenfisch, wesentlich kleiner sind, gebe es keinen Grund, warum der Lärm den Giganten nicht schädigen soll.

Allerdings seien die Schäden an dem gefundenen Riesentintenfisch etwas anders gewesen. Dies könne man auf die verschiedenen Schallquellen außerhalb des Test-Labors zurückführen.

Man vermutet, dass der Riese entweder durch eine direkte Schallwelle oder durch den Lärm mit der Zeit verendet ist. Der Schall könnte Desorientierung verursacht haben. Wenn ein Riesentintenfisch plötzlich von der Tiefe Richtung Oberfläche kommt, könnte ihn der Temperaturunterschied töten.

Michael Vecchione von U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) ist sich allerdings nicht so sicher. Auch wenn die Studie eindeutige Hinweise liefere, um eine Alarmbereitschaft auszurufen, bedürfe es jedoch noch weiterer Beweise. Allerdings gab er zu, dass sich die damaligen Vermutungen mit der jetzigen Studie decke. Somit könnte der Riesenkalmar tatsächlich Schallwellen zum Opfer gefallen sein, fügte Vecchione an.

Du möchtest auch Geld mit Fotos verdienen? Mach's wie ich und biete Deine Fotos bei Shutterstock und Dreamstime an!
My latest images for sale at Shutterstock:

My most popular images for sale at Shutterstock:

Veröffentlich am 5. Mai 2011 von jdo
tags: , , , , , , , , , , , , , , , kategorie: umwelt
 
Can't connect to local MySQL server through socket '/tmp/mysql.sock' (2)

17. August 2012

Unterwasser-Kalender 2013: Haie – Die Könige der Meere

Bisher war das Jahr unter Wasser sehr faszinierend. Vor allen Dingen die Begegnungen mit den Haien war ein unglaubliches Erlebnis. Aus diesem Grund habe ich einen Kalender (deutsche Feiertage eingetragen – verfügbar via lulu.com) mit den … Weiterlesen

16. August 2012

In El Quseir gibt es auch große Schildkröten

Das Tauchen letzte Woche mit diving.de und Marlies Lang war nicht nur wegen der Haie wunderschön. An diversen Tauchplätzen gibt es auch Schildkröten von recht ordentlicher Größe. Wir hatten das Glück bei einem Tauchgang sowohl Suppenschildkröten (Chelonia mydas) als … Weiterlesen

15. August 2012

So ein Foto kommt heraus, wenn einem langweilig ist

Manchmal hängt man einfach so im Wasser und muss warten – so auch in diesem Fall. Ich war mit einem Tauchlehrer und seiner Schülerin unterwegs und sollte ein paar schöne Erinnerungs-Fotos schießen. Ich bin dann … Weiterlesen

14. August 2012

Der Schöne und das Biest? Suchbild mit Rotfeuerfisch und Drachenkopf

Natürlich war der beeindruckenste Tauchgang in El Quseir mit diving.de und Marlies Lang die Geschichte mit den Haien. Das heisst aber nicht, dass es sich nur deswegen lohnt, dieses wunderschöne Tauchgebiet zu erforschen. Auch die restliche Fauna und … Weiterlesen

13. August 2012

Tauchen mit Haien in El Quseir / Ägypten – Walhai als Zugabe

Update: Viele der Bilder gibt es auch in einem Kalender für 2013 mit eingetragenen deutschen Feiertagen! Manche Tauchgänge vergisst man einfach nie mehr und wenn die Erwartungen noch übertroffen werden, schon gleich 2x nicht. Wir … Weiterlesen

1. Mai 2012

Schockierend: Freediver Fred Sessa oder sein Schüler sitzt im Riff und Apnoe-Magazin veröffentlicht das Bild

Ich weiß wirklich nicht was ich sagen soll. Die meisten Unterwasser-Sportler setzen sich für den Schutz von Riff und Korallen ein. Speziell die fragilen Korallen reagieren sehr empfindlich auf Veränderung oder Schaden. Freediver / Apnoe-Taucher Fred Sessa oder … Weiterlesen

25. April 2012

Menschlichkeit von der besten Seite: Gestrandete Delfine gerettet

Das passierte an einem Strand in Brasilien. Die Episode wurde von Anfang an gefilmt und zeigt die Reaktion der sich am Strand befindlichen Leute.

20. April 2012

Live Bands auf dem Dahab Festival 2012

Gestern, auf dem vorletzten Abend des Dahab Festival gab es eine bunte Mischung aus Live-Bands. Von Spaß-Rock über Blues bis zu Reggae war alles vorhanden. Der Abend war wirklich einen Besuch wert. Hier einige Eindrücke des gestrigen … Weiterlesen

15. April 2012

Dahab Festival 2012 – Raft Race und Schlangenbeschwörer

Einige Eindrücke des Dahab Festival 2012. Das Floß-Rennen startete am Lighthouse und endete an der Brücke. Desert Divers haben gewonnen – Gratulation! Der Schlangenbeschwörer war am Abend im Mirage Village zu Gast. Die Freiwilligen hatten Mut!

29. Januar 2012

Pressemitteilung GEOMAR: Klimawandel – Der Golfstrom wärmt sich rascher auf

Meeresströmungen reagieren stärker als bisher angenommen Der Golfstrom ist nicht nur eine der stärksten Meeresströmungen. Die mit ihm transportierte Wärme ist insbesondere für das vergleichsweise milde Klima in Mittel- und Nordeuropa verantwortlich. Ein internationales Forscherteam … Weiterlesen